Institute for Theoretical Physics

 
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<h1>Ehrenprofessur für Joachim Burgdörfer </h1>
<h1>Wie man die Raumzeit am besten krümmt</h1>
 
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Die Shenzhen Universität in China ernannte den Physiker Prof. Joachim Burgdörfer zum Ehrenprofessor. <br>
Hat man die Relativitätstheorie bisher unnötig kompliziert formuliert? Neue Berechnungen der TU Wien und der Universität Wien unterstreichen die Bedeutung einer Idee von Roger Penrose.<br>
 
   
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Joachim Burgdörfer mit der Urkunde aus Shenzhen<br>
Herbert Balasin <br>
 
   
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Prof. Joachim Burgdörfers wissenschaftliche Arbeit war immer sehr international ausgerichtet: Forschungskooperationen pflegt er mit Kolleginnen und Kollegen aus vielen Ländern der Welt – unter anderem auch mit China. Die Shenzhen Universität in der südchinesischen Provinz Guangdong ernannte ihn nun zum Ehrenprofessor.
Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie hält noch immer große Rätsel bereit – das liegt nicht zuletzt daran, dass sie mathematisch sehr kompliziert ist. Sogar Einstein selbst brauchte Jahre, um die Mathematik zu verstehen, mit der man gekrümmten Raum und verbogene Zeit beschreiben kann.<br>
 
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Die Shenzhen Universität gilt als eines der führenden Inkubationszentren für Hochtechnologie in China, unter anderem ist dort HUAWEI beheimatet. Joachim Burgdörfer kollaborierte mit der Shenzhen Universität im Forschungsprojekten zur optischen Physik, Attosekundenphysik und der Wechselwirkung von Licht und Materie.<br>
Einsteins Herangehensweise war aber nicht die einzige und auch nicht die eleganteste Möglichkeit, die Geometrie der Raumzeit zu beschreiben. Roger Penrose, der für seine Arbeiten über Schwarze Löcher 2020 mit dem Physiknobelpreis ausgezeichnet wurde, schlug einen originellen alternativen Zugang vor: Anstatt einen gekrümmten vierdimensionalen Raum zu verwenden, geht Penrose von zweidimensionalen Vektorräumen aus – allerdings sind dort dafür komplexe Zahlen erlaubt.<br>
 
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Herbert Balasin vom Institut für theoretische Physik der TU Wien und Peter Aichelburg, Gravitationsphysiker an der Universität Wien nahmen diesen Ansatz von Roger Penrose nun genauer unter die Lupe und konnten zeigen: Auch bestimmte Arten von Gravitationswellen lassen sich in diesem Formalismus korrekt darstellen.<br>
 
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<b>Zahlreiche Auszeichnungen</b><br>
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Studiert hat Burgdörfer an der Freien Universität Berlin, bald schon führte ihn seine wissenschaftliche Karriere allerdings in die USA, wo er 15 Jahre lang an der University of Tennessee und am Oak Ridge National Laboratory forschte - darüber hinaus hatte er Visiting Positions in Utrecht (Niederlande), dem Harvard Smithsonian Center for Astrophysics und der Universität Tokio inne. 1997 kehrte er nach Europa zurück, um eine Professur an der TU Wien anzutreten.
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Joachim Burgdörfer erhielt zahlreiche Auszeichnungen für seine wissenschaftlichen Leistungen: So ist er unter anderem Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und Fellow der American Physical Society, in Japan wurde er mit dem RIKEN Eminent Scientist Award ausgezeichnet.<br>
   
   
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Mehr dazu auf unserer [[News|News]]-Seite sowie weitere stories;<br>
 
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> Wie man die Raumzeit am besten krümmt<br>
 
> Die Höchstgeschwindigkeit der Quanten<br>
 
> Die Höchstgeschwindigkeit der Quanten<br>
 
> Donuts und Laserstrahlen<br>
 
> Donuts und Laserstrahlen<br>

Latest revision as of 12:43, 14 June 2022

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Ehrenprofessur für Joachim Burgdörfer

Die Shenzhen Universität in China ernannte den Physiker Prof. Joachim Burgdörfer zum Ehrenprofessor.

JB Shenzhen.jpg

Joachim Burgdörfer mit der Urkunde aus Shenzhen

Prof. Joachim Burgdörfers wissenschaftliche Arbeit war immer sehr international ausgerichtet: Forschungskooperationen pflegt er mit Kolleginnen und Kollegen aus vielen Ländern der Welt – unter anderem auch mit China. Die Shenzhen Universität in der südchinesischen Provinz Guangdong ernannte ihn nun zum Ehrenprofessor. Die Shenzhen Universität gilt als eines der führenden Inkubationszentren für Hochtechnologie in China, unter anderem ist dort HUAWEI beheimatet. Joachim Burgdörfer kollaborierte mit der Shenzhen Universität im Forschungsprojekten zur optischen Physik, Attosekundenphysik und der Wechselwirkung von Licht und Materie.

Zahlreiche Auszeichnungen
Studiert hat Burgdörfer an der Freien Universität Berlin, bald schon führte ihn seine wissenschaftliche Karriere allerdings in die USA, wo er 15 Jahre lang an der University of Tennessee und am Oak Ridge National Laboratory forschte - darüber hinaus hatte er Visiting Positions in Utrecht (Niederlande), dem Harvard Smithsonian Center for Astrophysics und der Universität Tokio inne. 1997 kehrte er nach Europa zurück, um eine Professur an der TU Wien anzutreten. Joachim Burgdörfer erhielt zahlreiche Auszeichnungen für seine wissenschaftlichen Leistungen: So ist er unter anderem Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, der Ungarischen Akademie der Wissenschaften und Fellow der American Physical Society, in Japan wurde er mit dem RIKEN Eminent Scientist Award ausgezeichnet.




Mehr dazu auf unserer News-Seite sowie weitere stories;
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> Der Molekül-Baukasten; Strukturen, die sich selbst
> Nano-Hillocks: Wenn statt Löchern Berge wachsen
> DACAM - neues Center für atomistische Simulationen in Wien


Das Institut für Theoretische Physik trauert um seine langjährigen Mitglieder,

Schweda-Manfred cut 75er-Feier 2014 IMG 0028.JPG

Em. Univ. Prof. DI Dr. Manfred Schweda
(7.11.1939 - 10.04.2017)

Nachruf


Adam.jpg

wiss. Oberrat Dipl.-Ing. Dr. Gerhard ADAM
(8.12.1932 - 30.12.2012)

Nachruf


Research

The research program at our institute is characterized by a remarkable diversity covering a broad spectrum of topics ranging from high-energy physics and quantum field theory to atomic and condensed matter physics. As a focus area, non-linear dynamics of complex systems including aspects of quantum cryptography and quantum information plays an important role. Many of the research topics make use of and belong to the subdiscipline "computational physics".

The breadth of activities at our institute provides advanced students as well as young researchers with the opportunity to be exposed to a multitude of state-of the art research directions and to receive a broad-based academic training.

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Teaching

Teaching theoretical physics to young colleagues is an important part of our activities. Physics nowadays is a very wide field of knowledge, which progresses with ever increasing pace. We are aware that teaching must be directed towards students specializing in experimental as well as in theoretical physics, and we are committed to Humboldt’s program of teaching science through practicing science.

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Talks

Information on physics talks in Vienna can be found in the Calendar of Physics Talks.

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